Philosophie der Zedernschule

Die libanesische Zeder symbolisiert alles, was die Schule den Schülern, den Eltern und den Lehrern als Basis mitgeben will:

  • Beständigkeit
  • Weitergabe von Traditionen und Werten aller Weltkulturen
  • Widerstandskraft
  • Sicherheit

Diese Basis soll die Schüler befähigen, für ein erfolgreiches Leben in der Zedernschule zu lernen, eigenverantwortlich zu handeln, Toleranz und Mitgefühl zu entwickeln, den Willen zu Wachsen auszubilden, Disziplin aufgrund eigener Motivation zu beweisen und daraus Dankbarkeit und Zufriedenheit zu gewinnen.

Diese Basis soll die Eltern befähigen, ihre Kinder ohne Angst wachsen zu lassen und den Lehrern einen Ort des Lehrens schenken, der ihnen eine pädagogische Heimat wird.

Die Zedernschule will ihren Schülern eine Heimat und eine Identität geben. Die Schule ist als Ort der Begegnung geplant und soll den Schülern deshalb auch außerhalb des Unterrichtes offen stehen.

Struktur

Unter einem Schuldach wird die Zedernschule eine Grundschule und eine weiterführende Schule der Sekundarstufe I beherbergen. Somit kann ein nahtloser Übergang der Schüler erfolgen. Eine unbeschränkte Zusammenarbeit des gesamten Kollegiums beim Lernen und Lehren wird so gewährleistet.

Später wird eine Sekundarstufe II aufgebaut, so dass die Schüler die Allgemeine Hochschulreife erwerben können.

Kinder bleiben von der Einschulung bis zu ihrem schulischen Abschluss in der Zedernschule in einer engen Schulgemeinschaft zusammen und erleben ihre Schulzeit als einheitliche Zeit des Lernens und der Entwicklung ihrer sozialen Persönlichkeit.

Die Schüler der Zedernschule lernen in einer Gemeinschaft von nicht mehr als 24 Schülern. Im Zentrum steht ein Lehrer, für den allerdings seine Schüler im Zentrum stehen. Er muss ihr Lernen sehen können, um sein Lehren daran orientieren zu können.

Soziale Kompetenz

Die soziale Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit der Schüler bildet einen Schwerpunkt der erzieherischen Arbeit der Zedernschule. Die Zedernschule sieht sich in der Pflicht, die Schüler durch Übertragung von Eigen- und Fremdverantwortung gemeinsam mit dem Elternhaus dazu zu bringen, auf eigenen Füßen stehen und gehen zu können. Den Schülern wird schon ab der Primarstufe von Anfang an eine Aufgabe gegeben, die sie für die Schulgemeinschaft zu bewältigen haben. Mit dem Alter wachsen die Anforderungen an diese Aufgabe an denen sie wachsen können und die Stärke und die Widerstandkraft einer Zeder entwickeln können.

Fremdsprache lernen durch Immersion

Das Erlernen der Fremdsprache Englisch erfolgt in der Zedernschule auf der Grundlage der Immersionsmethode durch ständige Begegnung mit dieser Sprache in der täglichen Kommunikation. Die Schüler begegnen neben der eigentlichen Lehrkraft weiteren Lehrenden, die Ihnen diese Sprache in der täglichen Kommunikation näherbringen. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Vermittlung des für den praktischen Gebrauch der Sprache wirklich wesentlichen Stoffes.

Lernportfolio

Zentraler Bestandteil der nicht notengebundenen Messung der Lern- und Persönlichkeitsentwicklung ist ein Portfolio als Dokumentation des Gelernten. Die Lernziele des Portfolios werden aus den Kompetenzen der Kernlehrpläne des Landes Nordrhein-Westfalen entwickelt. Die Schüler erhalten ab der Klasse 3 daneben auch ein Notenzeugnis. Gegenstand des Portfolios ist nicht nur eine Betrachtung der Lern- und Persönlichkeitsentwicklung des Schülers in der Vergangenheit, sondern auch die Festlegung eines individuellen Entwicklungsplanes für die Zukunft. Das Portfolio begleitet den Lernenden und den Lehrenden über die gesamte schulische Laufbahn. Durch das Portfolio wird das Begabungsprofil des Schülers deutlich und der Schüler in seiner Individualität erfasst.

Ganztag

Der Schullalltag an der Zedernschule wird eingebettet in einen gebundenen Ganztag. Schulunterricht und Ganztagsangebote werden miteinander rhythmisiert. Zentraler Bestandteil dieses Ganztages ist ein gemeinsames Mittagessen von Schülern und Lehrern.

Der rhythmisierte Ganztag soll dazu beitragen, dass die Schüler sich an der Zedernschule zu Hause fühlen. Es soll ihre Schule sein. Die Inhalte dieser Ganztagsangebote werden mit den Unterrichtsinhalten verknüpft.

Die Primarstufe

Der Übergang vom Kindergarten zur Zedernschule wird durch eine enge, auch inhaltlich pädagogische Kooperation mit den Kindergärten in der schulischen Umgebung vorbereitet und geplant.

In der Primarstufe erfolgt eine jahrgangsübergreifende Beschulung in den Klassen 1-4 nach dem Beispiel der Montessori-Pädagogik.

Die Zedernschule bietet den Kindern in der Primarstufe im Rahmen eines strukturierten Tagesablaufes mit Morgenkreis, anschließender Frei- und Stillarbeit sowie einer Kombination aus vernetztem Unterricht und Fachunterricht die Vermittlung von Lerninhalten in einem ganzheitlichen, auf den einzelnen Schüler abgestimmten Prozess.

Die Sekundarstufe I

In den weiterführenden Stufen der Sekundarstufe I wird das Konzept des gemeinsamen Lernens fortgeführt, die Schüler werden in jahrgangs-übergreifenden Klassen 5 und 6(Eingangsstufe), 7 und 8(Mittelstufe) und 9 und 10 (Abschlussstufe) unterrichtet.

Aufbauend auf den Kernlehrplänen der Realschule erfolgt eine Beschulung mit dem Anspruch, den Schülern am Ende ihrer schulischen Laufbahn in der Zedernschule weit mehr beigebracht zu haben als die bloße Befähigung, die gymnasiale Oberstufe mit dem Ziel des Abiturs zu erreichen.

Mit dem Verlassen der Zedernschule sollen die Schüler vielmehr in der Lage sein, eine eigenverantwortliche Entscheidung für ihren weiteren Lebensweg treffen zu können, ganz gleich, wohin sie der Weg führt.

Das Holz der Zeder ist von den Phöniziern dazu benutzt worden, das ganze Mittelmeer zu bereisen. Schüler sollen am Ende ihres Weges an der Zedernschule den Willen und den Mut haben, ihren eigenen Weg erfolgreich und eigenständig weiter zu gehen.

Die Sekundarstufe II

Aufbauend auf die Sekundarstufe I wird ein berufliches Gymnasium als Ersatzschule gegründet, das in den Bildungsgängen Wirtschaft und Verwaltung bzw. Sprache und Literatur zur allgemeinen Hochschulreife führt. Diese Alternativen ermöglichen es auch einer kleinen Schule mit einer geringen Anzahl von Leistungskursen, eine gymnasiale Oberstufe anzubieten.